Bad Bolls Gegentor in der Nachspielzeit
Der TSV Bad Boll war beim Landesligaspiel in Weilimdorf die bessere Mannschaft, hatte viel mehr Spielanteile und auch die klar besseren Torchancen. Nach 18 Minuten setzte Strodel Mändle im gegnerischen Strafraum in Szene, dessen Schuss aus 14 Metern in halblinker Position strich um Zentimeter am langen Pfosten des Weilimdorfer Tores vorbei. Nahezu die gleiche Szene 15 Minuten später: Weilimdorf brachte den Ball nicht aus der Gefahrenzone, wieder war Mändle im Strafraum zur Stelle, wieder halblinke Position, wieder strich der Ball denkbar knapp am langen Pfosten vorbei. Die beste Bad Boller Gelegenheit ließ Torjäger Ates liegen. Einen zu kurzen Rückpass konnte er erlaufen, fand aber im Eins- gegen-Eins gegen den lange stehenbleibenden Torhüter Rombach seinen Meister.
Nach dem Seitenwechsel kam der Gastgeber deutlich besser aufgelegt aus den Kabinen. Den ersten Warnschuss für den TSV Bad Boll gab in der 52. Minute Fara aus zwölf Metern in zentraler Position ab. Dieser Schuss verfehlte sein Ziel nur ganz knapp. Die mitgereisten Bad Boller Zuschauer hatten in der 57. Minute fast Grund zum Jubeln. Nach Vorarbeit von Seltenreich setzte Ates per Flachpass in den Strafraum Strodel in Szene, den satten und platzierten Flachschuss aus zwölf Metern entschärfte wieder Rombach mit der nächsten Glanzparade. Danach hatte der Gastgeber immer mehr vom Spiel und kamen zu eigenen Chancen. In der 72. Minute wurde Offei per Pass in die Schnittstelle der Bad Boller Viererkette freigespielt. Unger versuchte im direkten Zweikampf Schlimmeres zu verhindern, Schiedsrichter Parys sah dabei ein Foulspiel des Bad Boller Innenverteidigers. Logische Konsequenz: Rot für Unger und Foulelfmeter für Weilimdorf. Fara trat zur Ausführung an. Seinen satten und platzierten Schuss parierte Bad Bolls bester Spieler Telles mit einer Glanzparade und hielt so das Ergebnis auf 0:0. Die nächste Großchance für Weilimdorf gegen die jetzt in Unterzahl agierenden Gäste folgte in der 85. Minute. Seltenreich klärte in höchster Not vor dem einschussbereiten Kasiar. Bad Boll hatte selbst auch immer wieder die Möglichkeit zu kontern. In der dritten Minute der Nachspielzeit verlor Bad Boll in der gegnerischen Hälfte den Ball, der prompt per 70-Meter-Traumpass zu Offei gespielt wurde. Der, schneller als sein Gegenspieler, setzte den Ball aus halblinker Position scharf und unhaltbar aus 14 Metern in lange Bad Boller Toreck zum Siegtreffer in einem Spiel, das eigentlich keinen Sieger verdient hatte.
(Adolf Schöllkopf)
TSV Bad Boll: Telles – Mändle (92. Belec), Caliskan, Unger, Handanagic, Jonus (79. Caliandro), Suddoth, Seltenreich, Strodel, Römpfer (79. Fuchs), Ates.
Sonntag, 06.09.2026 TSV Bad Boll II - TSV Wäschenbeuren II 0:3 (0:3)
Vorschau:
Sonntag, 13.09.2026 TSGV Albershausen - TSV Bad Boll II, Anspiel 15:00 Uhr
Sonntag, 13-09.2026 TSV Bad Boll - SV Waldhausen, Anspiel 15:00 Uhr
Mittwoch, 16.09.2026 SF Dorfmerkingen - TSV Bad Boll, Anspiel 19:30 Uhr
Donnerstag, 17.09.2026 Bezirkspokal TSV Bad Boll II - TSV Wernau, Anspiel 19:30 Uhr